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Zeitungsbericht


WETTKAMPF: Fix wie die Feuerwehr

Männer aus Nitzahn und Frauen aus Rhinow wurden Kreissieger

BRIESELANG - Selbst alteingesessene Brieselanger mussten nachdenken, wenn man sie fragte, wo denn Nitzahn liege. Irgendwo hinter Rathenow, Richtung Stendal, hieß es. Im Milower Land liegt der Ort, der nur 400 Einwohner hat, aber einen Löschtrupp – fix wie die Feuerwehr!
Das stellte die Mannschaft am Sonnabend in Brieselang unter Beweis, wo sie bei den Kreismeisterschaften im „Löschangriff Nass“ die 17 Mitkonkurrenten weit hinter sich ließ. In nur 23,04 Sekunden hatten sie den Schlauch über den knapp 100 Meter langen Parcours ausgerollt, an die Pumpe angeschlossen und schließlich aus etwa zehn Metern Entfernung die Zielscheibe angepeilt und das Messgefäß mit den nötigen zehn Litern Wasser gefüllt.
Die Wehr aus Klein Behnitz stand ihnen nur wenig nach: Sie brauchte drei Sekunden länger und belegte damit den zweiten Platz. Platz 3 ging an Wolsier. Alle drei Mannschaften haben sich damit für die 2011 stattfindenden Landesmeisterschaften qualifiziert.
Landrat Burkhard Schröder zeigte sich am Vormittag beeindruckt von den Leistungen der Frauenmannschaften. Alle fünf blieben deutlich unter einer Minute, die Frauen aus Rhinow verteidigten mit 34,05 Sekunden, dicht gefolgt von den Frauen aus Wolsier, ihren Meistertitel von Selbelang (2008). Die seinerzeit ebenfalls erfolgreichen Männer aus Rhinow mussten sich allerdings mit einem der hinteren Plätze begnügen. Auch Grünefeld und Perwenitz, die für Schönwalde-Glien starteten, landeten auf den Rängen.
Insgesamt 23 Mannschaften (Männer und Frauen) hatten sich für den Wettkampf qualifiziert. Der zeigte nach den Worten von Bürgermeister Wilhelm Garn, „wie gut die Feuerwehr im Havelland aufgestellt ist“. Die Brieselanger Wehr sei mit einem Altersdurchschnitt von unter 30 Jahren eine junge Wehr, obwohl: „Nachwuchs kann man immer brauchen.“ Die Kreismeisterschaften fanden in Brieselang zu Ehren der Freiwilligen Bredower Wehr statt, die 100 Jahre alt wird.
Die Brieselanger Feuerwehr ist stark gefordert, da sie auch für einen langen Autobahnabschnitt zuständig ist und immer wieder zu schweren Unfällen ausrücken muss. (Von Werner Schmidt)

Quelle: MAZ, 06.09.2010